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Skorba bei Mġarr: Tempel und Siedlungsspuren

Skorba liegt am Ortsrand von Mġarr im Nordwesten Maltas. Die Stätte gehört seit 1992 zum UNESCO-Welterbe „Megalithic Temples of Malta“. Neben den Tempelbauten sind Überreste mehrerer Wohnhütten erhalten. Ihre ovalen Grundrisse, Stein- und Lehmziegelwände sowie unregelmäßigen Felsböden geben Einblick in frühere Siedlungsräume.

Ausgrabung und frühe Siedlung

Der Archäologe David Trump grub Skorba in den frühen 1960er-Jahren aus. Skorba war der erste megalithische Fundort, an dem moderne Ausgrabungstechniken zum Einsatz kamen. Sie legten stratigraphische Fundschichten aus allen bekannten Phasen der maltesischen Vorgeschichte frei. In den Wohnstrukturen fanden sich Keramikscherben, Tierknochen und Fragmente stilisierter weiblicher Figuren.

Die ältesten Wohnspuren gehören zu frühen neolithischen Phasen. Gepflasterte Flächen umgaben die ovalen Bauten an zwei Seiten.

Zwei Tempelphasen

Zum archäologischen Ensemble gehören zwei megalithische Bauten: Der ältere, besser erhaltene Tempel stammt aus der Ġgantija-Phase (3600 bis 3000 v. Chr.); der spätere gehört zur Tarxien-Phase (3000 bis 2500 v. Chr.). Der ältere Tempel hat einen dreiteiligen Grundriss. Zum rechten Raum führt eine Stufe mit Steinplatten, die mit eingepickten Vertiefungen verziert sind. Der jüngere Bau besaß auf jeder Seite zwei Räume und eine zentrale Nische. Ein Gebäude wurde in der frühen Bronzezeit erneut genutzt und um eine Bank ergänzt.

Das nahe Ta’ Ħaġrat bewahrt ebenfalls megalithische Architektur im Raum Mġarr. Die Tempel Maltas und Ġgantija auf Gozo stehen für unterschiedliche Stationen der megalithischen Baugeschichte.

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Skorba am Ortsrand von Mġarr

Die Lage am Rand von Mġarr verbindet die archäologische Stätte mit der ländlich geprägten Umgebung im Nordwesten Maltas. Mġarr bildet den örtlichen Bezugspunkt; die Geschichte Maltas reicht vom prähistorischen Archipel zu späteren Zeitabschnitten.

Trump grub Skorba später aus als vergleichbare Stätten und schloss dabei Lücken, die frühere Ausgrabungstechniken offengelassen hatten. Die seit Skorbas Erforschung erzielten wissenschaftlichen Fortschritte halfen späteren Ausgrabungen, auf diesem Wissen aufzubauen. Ta’ Ħaġrat lässt sich mit Skorba verbinden: Heritage Malta bietet beide Fundorte im Raum Mġarr gemeinsam als Combo Ticket an.