Ggantija Tempel

Ggantija-Tempel auf Gozo Steinmauern und Altarbereich der Ggantija-Tempelanlage auf Gozo.

Die Ġgantija ist auf dem 115 m hohen Hügel hoch über dem Ort Xagħra. Die Ġgantija ist bestens touristisch erschlossen. In der Nähe liegt auch der Brochtorff Circle. Bis zu der Entdeckung des rund 11.000 Jahre alten Tempels auf dem Göbekli Tepe in Anatolien galt die Ġgantija als der älteste Tempel der Welt. Nur die Megalithbauten in der Bretagne sind, wie sich später herausstellte, Jahrhunderte älter. Der ca. 5800 Jahre alte Komplex der Ġgantija Tempel besteht aus zwei zusammengebauten Tempeln. Der Sage nach soll eine Riesin in nur einer einzigen Nacht dieses Bauwerk erschaffen haben. Die Anlage bekam den Namen durch ihre Größe. Ġgantija bedeutet nämlich übersetzt “gigantisch“.

Jeder der Tempel hatte früher Trilithen als eine Ein- und Durchgangkonstruktionen und besteht aus 5 ahornblattartigen Apsiden. Dabei ist die Kopfnische des Nordtempels mehr rudimentär ausgebildet.

Der Mittelgang sowie der Vorhof waren wohl mit Platten gepflastert. Die äußeren Mauern der Anlage sind heute noch mehr als 6 Meter hoch. Die Tempel waren durch ein Kraggewölben überdacht. Der obere Bereich jedoch wurde im Laufe der Zeit abgetragen.

Die noch verbleibenden Reste vermitteln noch einen recht guten Eindruck von der ursprünglichen Höhe des Bauwerkes. Die Besichtigungszeiten des Monumentes sind recht gewöhnungsbedürftig und sollten in jedem Fall vorher erfragt werden (kann aber auch von der Saison abhängen).

Fotoquelle: Wikipedia

Ggantija Tempel besuchen

Ggantija Tempel gehört zu den Kulturthemen, die man auf Malta nicht nur nach Entfernung, sondern auch nach Besuchszeit und Verfügbarkeit planen sollte. Für archäologische Stätten sind Zugang, Schutzregeln, Führungen und mögliche Zeitfenster besonders wichtig. Aktuelle Details sollten vor dem Besuch direkt bei der jeweiligen Einrichtung geprüft werden.

Für die weitere Kulturplanung passen die Übersichten zu Tempeln auf Malta, Geschichte Maltas und Orten und Inseln auf Malta.

Weitere Einordnung

Bei Tempelanlagen auf Malta ist eine ruhige Planung besonders hilfreich, weil Schutzstatus, Besucherlenkung und Lage außerhalb der Stadtzentren eine Rolle spielen können. Wer mehrere prähistorische Stätten sehen möchte, sollte sie nicht zu dicht takten und die Wege zwischen Süden Maltas, Gozo und Valletta realistisch einschätzen.

Foto: Bestandsbild Malta-Netz / MaxTD

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