Mnajdra-Tempel

Mnajdra-Tempel Mnajdra-Tempel

Die Mnajdra ist ein besonderes Ensemble von Tempeln. Es setzt sich aus dem Doppeltempel mit seinem für die maltesischen Großtempel so typischen ahornblattförmigen Aufbau sowie einem separaten Tempel zusammen. Der Doppeltempel besteht seit der Ġgantija-Phase.

Die Mnajdra ist an der südwestlichen Küste Maltas. Sie liegt oberhalb der Hamrija Bank. Nur etwa 500 m entfernt liegt der Kultplatz Ħaġar Quim. Vor rund 6000 Jahren war an dieser Stelle der einzige flache Küstenstreifen der Südwestküste Maltas. Über Mnajdra bestand eine Verbindung zur 5 Kilometer entlegenen Felseninsel Filfla.

 

 

Der Südtempel

Die Exedra hat eine konkave Form. Der eingangsnahe, äußere Quertrakt besteht überwiegend aus gut erhaltenen Partien. Der innere Teil ist zum Großteil rekonstruiert worden. Die Kopfnische ist flach. An der Verbindung mit dem Nordtempel entstand im Zwickelbereich die Außennische.

 

 

Der Nordtempel

Der nördliche Tempel liegt auf einer kleinen Terrasse. Er liegt etwas höher als der südliche Tempel. Die Exedra ist unvollständig. Sie weist kein mit dem südlichen Tempel koordiniertes Gesamtkonzept auf. Vor allem die inneren Apsiden sind größer als beim südlichen Tempel. Die Kopfnische des Tempels ist zwar ebenso größer aber nicht wesentlich. Hier wurde auch Struktur der linken inneren Apside bedingt durch einen kleineren Umbau aufgelöst. Der nördliche Tempel hat besonders sorgfältig erstellte Trilithen sowie eingesetzte Türsteine auf.

Mnajdra-Tempel besuchen

Mnajdra-Tempel gehört zu den Kulturthemen, die man auf Malta nicht nur nach Entfernung, sondern auch nach Besuchszeit und Verfügbarkeit planen sollte. Für archäologische Stätten sind Zugang, Schutzregeln, Führungen und mögliche Zeitfenster besonders wichtig. Aktuelle Details sollten vor dem Besuch direkt bei der jeweiligen Einrichtung geprüft werden.

Für die weitere Kulturplanung passen die Übersichten zu Tempeln auf Malta, Geschichte Maltas und Orten und Inseln auf Malta.

Weitere Einordnung

Bei Tempelanlagen auf Malta ist eine ruhige Planung besonders hilfreich, weil Schutzstatus, Besucherlenkung und Lage außerhalb der Stadtzentren eine Rolle spielen können. Wer mehrere prähistorische Stätten sehen möchte, sollte sie nicht zu dicht takten und die Wege zwischen Süden Maltas, Gozo und Valletta realistisch einschätzen.

Foto: Frank Vincentz / Wikipedia.de, CC BY-SA 3.0

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