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St.-Pauls-Kathedrale in Mdina

Die St.-Pauls-Kathedrale prägt den Hauptplatz der befestigten Stadt Mdina. Sie ist die Kathedrale des Erzbistums Malta und wird oft mit der St.-John’s-Co-Kathedrale in Valletta verglichen; beide Kirchen erfüllen jedoch unterschiedliche Rollen und besitzen eine eigene Baugeschichte. Der heutige Dom entstand nach dem schweren Erdbeben von 1693, das die ältere mittelalterliche Kathedrale beschädigte.

Kuppel der St.-Pauls-Kathedrale in Mdina Kuppel der St.-Pauls-Kathedrale in Mdina. Domenic Camilleri, CC BY SA 4.0; verkleinert. Foto: Domenic Camilleri

Wiederaufbau nach dem Erdbeben

Nach dem Erdbeben beschloss das Domkapitel am 11. April 1693 den Wiederaufbau; der maltesische Architekt Lorenzo Cafà entwarf den Neubau. Die Glocken wurden 1699 hochgezogen. Cafà starb 1702, bevor die Kathedrale 1703 geweiht wurde; die Arbeiten an der Kuppel waren 1705 abgeschlossen. Schon der Standort, die Kuppel und die klare Gliederung machen den Dom zum weithin sichtbaren Mittelpunkt Mdinas.

Architektur und Ausstattung

Der Bau steht an der Stelle der früheren Kathedrale. Im Inneren strukturieren Pfeiler und Bögen den Raum; gemalte Architektur und Deckenbilder erweitern den Eindruck des Kirchenraums. Die Brüder Manno vollendeten 1774 die Deckenfresken. Ein Erdbeben beschädigte 1856 das Kuppelfresko weitgehend. Bei einem Besuch lohnt es sich, den Blick zwischen Altarraum, Gewölbe und den Seitenkapellen wechseln zu lassen, statt nur die Hauptansicht aufzunehmen. Die Ausstattung verbindet religiöse Bildsprache mit der Erinnerung an den Wiederaufbau nach 1693.

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Kathedrale und Museum unterscheiden

Kathedrale und Museum sind räumlich getrennte Besuchsbereiche, werden vom Betreiber jedoch mit einem gemeinsamen Eintritt angeboten. Am 30. Oktober 2026 weist der Betreiber die kombinierte Karte mit 15 Euro aus; sie gilt 30 Tage. Das Museum zeigt sakrale Kunstwerke, liturgische Gegenstände, Münzen und historische Dokumente; im Dom selbst stehen Architektur und Ausstattung des Kirchenraums im Mittelpunkt. Die Kathedrale kann bei Hochzeiten oder liturgischen Feiern früher schließen.

Besuch im historischen Mdina

Auf Mdinas zentralem Platz steht die Kathedrale neben den historischen Gassen der befestigten Stadt. Ihr Museum ist Teil der Museumslandschaft Maltas und widmet sich der sakralen Kunst und Geschichte; die Stadt Mdina bildet den baulichen Rahmen für den Dom. In Rabat erschließen die St.-Pauls-Katakomben eine ältere christliche Geschichte, während die Geschichte Maltas die wechselnden Epochen des Archipels zusammenführt.