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Fort Rinella

Fort Rinella liegt in Kalkara auf der östlichen Seite des Grand Harbour. Seine Geschichte gehört zur Entwicklung der Küstenverteidigung Maltas im späten 19. Jahrhundert. Die britische Regierung ließ die Batterie zwischen 1878 und 1886 errichten, um ein Armstrong-Geschütz von 100 Tonnen aufzunehmen. Die Anlage unterscheidet sich von den Ordensfestungen in Valletta und vom weiter innen gelegenen Fort Manoel: Ein einzelnes außergewöhnlich großes Geschütz bestimmte ihre Architektur.

Eine Batterie für ein außergewöhnliches Geschütz

Fort Rinella entstand zwischen 1878 und 1886 zusammen mit Fort Cambridge, das auf der Sliema-Seite nahe Tigné Point liegt. Rinella befindet sich bei Kalkara zwischen Fort Ricasoli und Fort Saint Rocco. Beide Batterien gehörten zur britischen Küstenverteidigung. Das 100-Tonnen-Geschütz war ein gezogener Vorderlader mit einem Kaliber von 17,72 Zoll. Sein Gewicht und seine Größe machten eine herkömmliche Bedienung von Hand unmöglich. Ein hydraulisches System bewegte die Munition und unterstützte das Richten und Laden. Das erklärt, warum das Fort Maschinenräume, Hebevorrichtungen und Munitionskammern benötigte. Das Geschoss wog eine Tonne; die Pulverladung betrug ein Viertel davon. Die Anlage konnte das Geschütz innerhalb weniger Minuten laden, ausrichten und abfeuern.

Räume und Verteidigungsform

Der geschützte Zugang, der trockene Graben und die Kasematten schirmten Personal und Ausrüstung gegen Beschuss ab. Im Inneren lagen Magazine, Laderäume und der Maschinenbereich; Schießscharten und flankierende Anlagen sicherten den Graben. Die Architektur folgt dem Gelände und konzentriert sich auf die Geschützstellung. Damit lässt sich Fort Rinella als funktionsgebundene Militäranlage lesen. Im Vergleich zum Ring der Basteien wird die besondere Aufgabe der Küstenartillerie deutlich.

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Vom Wehrbau zum Museum

Als die Batterie 1906 außer Dienst gestellt wurde, galt die Waffe als militärisch überholt. Nach Jahren der Vernachlässigung übergab die Regierung das Fort 1991 der Fondazzjoni Wirt Artna zur Restaurierung und Nutzung als Museum. Die Stiftung nennt außerdem die Ausstellung „Soldiers of the Queen“ zur britischen viktorianischen Armee. Der Rundgang verbindet damit die bauliche Organisation einer Küstenbatterie mit der Technik des hydraulisch betriebenen Geschützes. Als Teil der Geschichte Maltas veranschaulicht das Fort die britische Verteidigung des Grand Harbour im späten 19. Jahrhundert.