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Birżebbuġa: Küste, Ort und Vorgeschichte

Birżebbuġa liegt im Südosten Maltas an der Küste. Der Hafen prägt das heutige Ortsbild; in der Umgebung liegen zwei Fundstätten, die wesentlich ältere Siedlungsphasen sichtbar machen.

Pretty Bay in Birżebbuġa Pretty Bay. Frank Vincentz / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0; verkleinert. Foto: Frank Vincentz

Ein Küstenort zwischen Alltag und Hafen

Der Vergleich mit dem stärker vom Fischereihafen geprägten Nachbarort Marsaxlokk zeigt eine andere maritime Ausrichtung. Żurrieq erschließt ein weiteres Orts- und Landschaftsbild im Süden Maltas.

Borġ-in-Nadur und Għar Dalam

Borġ-in-Nadur liegt auf einer Anhöhe zwischen Wied Żembaq und Wied Dalam, etwa 500 Meter von Għar Dalam entfernt; seine markante Fassade weist zum Eingang des Hafens von Birżebbuġa. Die beiden Stätten sind eigenständig: Borġ-in-Nadur ist ein vorgeschichtlicher Siedlungsplatz, Għar Dalam ein Höhlenfundort. In Borġ-in-Nadur reichen die Spuren vom späten Neolithikum bis in die Bronzezeit, ungefähr von 3000 bis 700 vor Christus. Die spätere Nutzung gab dem Platz einen häuslichen Charakter. Bronzezeitliche Silos fanden sich nahe der Küste und auf dem Höhenzug, jeweils in einigem Abstand zur neolithischen Struktur.

Die Grabungsgeschichte erschließt, wie sich das Bild des Ortes entwickelte. Margaret Murray untersuchte in den 1920er-Jahren den neolithischen Bereich. Ihre Funde halfen, die Unterschiede zwischen Neolithikum und Bronzezeit besser zu verstehen. David Trumps Grabungen in den 1950er-Jahren legten zwischen den neolithischen Resten und einer bronzezeitlichen Mauer Hütten aus der Bronzezeit frei. Reste dieser Mauer sind heute noch bis zu 4,5 Meter hoch erhalten; sie dürfte den Höhenzug und die Siedlung geschützt haben. Eine Keramikscherbe zeigt zudem, dass Einheimische Muster mykenischer Keramik nachbildeten. Funde aus den Grabungen Murrays und Trumps werden im National Museum of Archaeology in Valletta aufbewahrt.

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Frühe Geschichte im Süden Maltas

In der Bronzezeit deckten die Bewohner die älteren neolithischen Reste nicht einfach zu, sondern verwarfen einen großen Teil davon und begannen neu, statt sie zu überbauen. Weitere vorgeschichtliche Zeugnisse zeigt der Überblick zu Maltas Tempelanlagen; die Inselgeografie Maltas ordnet den Südosten in die Landschaft der Hauptinsel ein.