Valletta an einem Tag
Valletta ist kompakt genug für einen Kulturtag zu Fuß, liegt aber auf einer schmalen, hügeligen Halbinsel. Die Straßen steigen und fallen; ein Programm mit mehreren langen Museumsbesuchen wird deshalb dichter, als es auf der Karte aussieht. Eine gute Tagesfolge verläuft von der Stadtzufahrt in Richtung Spitze und lässt Hafenblicke als natürliche Pausen dazwischen. Wählen Sie ein Hauptmuseum und ergänzen Sie es um kurze Außenstationen.
Auberge d’Italie in Valletta, Aufnahme von 2011.
Foto: geographystudents · CC BY 2.0 · für Web verkleinert
Am City Gate beginnen
Starten Sie am Eingang der Stadt bei City Gate und Triton Fountain. Von hier führt der Weg über Republic Street in das historische Straßenraster. Der erste Abschnitt eignet sich zum Ankommen: Sie sehen die städtische Struktur, öffentliche Plätze und die in den Häusern sichtbare Verbindung aus Kalkstein, Balkonen und geschlossenen Straßenfronten. Vallettas Renaissance-Straßenraster erstreckt sich über eine hügelige Halbinsel zwischen zwei Naturhäfen; die Topografie bleibt beim Gehen spürbar.
Als erster Innenbesuch passt das Nationalmuseum für Archäologie in der Auberge de Provence. Die Sammlung führt von der Jungsteinzeit bis in die frühe phönizische Zeit und zeigt unter anderem die „Schlafende Dame“ sowie Funde aus den Tempelanlagen. Damit erhalten Sie einen zeitlichen Rahmen, bevor Sie die Stadtbauten betrachten. Wenn Ihr Schwerpunkt eher auf religiöser Kunst und Ordensgeschichte liegt, können Sie diesen Museumsbesuch durch die St.-John’s-Co-Kathedrale ersetzen. Die beiden Schwerpunkte zusammen sind möglich, aber nur mit knapperen Pausen.
Zwischen Republic Street und den Hafenblicken
Folgen Sie der Hauptachse weiter in Richtung St George’s Square. Der Grand Master’s Palace liegt an diesem zentralen Platz und war über Jahrhunderte ein Machtzentrum der Stadt. Der Platz und die angrenzenden Straßen zeigen die städtebauliche Rolle des Palastes im Gefüge Vallettas.
Danach können Sie über die südliche Stadthälfte zu den Upper Barrakka Gardens gehen. Der Garten öffnet den Blick auf den Grand Harbour und die gegenüberliegenden Drei Städte. Von dort führt der Weg weiter in Richtung Fort St Elmo und National War Museum am äußersten Ende der Halbinsel; zwischen den Stopps liegen Seitengassen und Plätze.
Wahlweise Kunst oder Festung vertiefen
Wer zeitgenössische und historische Kunst bevorzugt, nimmt MUŻA in der Auberge d’Italie als Hauptmuseum und kürzt dafür einen anderen Innenbesuch. Wer sich für militärische Architektur interessiert, folgt den Bastionen bis Fort St Elmo. Bastionen und Fort St Elmo gehören zum Festungsnetz auf Malta; Museen und Stadtbauten prägen die Sehenswürdigkeiten in Valletta und auf Malta.
Für den Gesamtzusammenhang der Geschichte Maltas lassen sich prähistorische Tempel oder Mdina an einem eigenen Tag besuchen. Kultururlaub auf Malta verbindet Vallettas befestigte Straßen mit Mdinas ummauertem Stadtkern und den Tempelanlagen im Süden.
Praktischer Tagesrhythmus
Beginnen Sie mit einem Hauptmuseum und verbinden Sie den Besuch mit Plätzen, Gärten und Hafenblicken. Am späten Nachmittag erschließt ein Weg entlang der Festungsränder die Bastionen und das Panorama der Naturhäfen. Bequeme Schuhe sind wegen des steinernen Untergrunds und der Steigungen hilfreich.