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Għar Dalam: Höhle und frühe Fundstätte

Għar Dalam bei Birżebbuġa verbindet eine natürliche Höhle mit einer der wichtigsten Fundstätten zur frühen Besiedlung Maltas. Der Name bedeutet „Höhle der Dunkelheit“. Fossile Knochen in den Ablagerungen belegen eine Tierwelt, die sich von der heutigen Insel unterscheidet; darüber liegen Spuren menschlicher Anwesenheit. Der Besuch erschließt daher nicht nur einen unterirdischen Hohlraum, sondern auch einen langen Zeitraum der Natur- und Menschheitsgeschichte. Die Höhle ist rund 144 Meter lang, doch Besucherinnen und Besucher dürfen nur den ersten Abschnitt betreten.

Blick in die Höhle Għar Dalam auf Malta Għar Dalam. Bellina 09 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; verkleinert. Foto: Bellina 09

Eine Höhle mit mehreren Schichten

Die Ablagerungen in Għar Dalam werden nach ihrer Lage und ihrem Inhalt in unterschiedliche Schichten eingeordnet. In den tieferen Bereichen fanden sich Knochen ausgestorbener oder auf Malta nicht mehr heimischer Tiere, darunter Vertreter der eiszeitlichen Säugetierwelt. Die Fundstücke umfassen unter anderem Zwergelefanten und Flusspferde, deren Überreste Hinweise auf frühere Umweltbedingungen geben. Oberhalb der Fossilschichten liegen Spuren menschlicher Besiedlung. Heritage Malta datiert die frühesten menschlichen Zeugnisse auf etwa 7.400 Jahre. Damit liegt der Beginn menschlicher Präsenz deutlich über den Ablagerungen der älteren Tierwelt und macht den Ort zu einem greifbaren Archiv aufeinanderfolgender Epochen.

Forschung und Fundgeschichte

Die Höhle wurde im 19. Jahrhundert als wissenschaftliche Fundstätte bekannt. Ihre Knochenreste weckten das Interesse von Forschern, die damit die Naturgeschichte Maltas untersuchten. Die systematische Erkundung machte Għar Dalam zu einem Schlüsselort für die Paläontologie und Archäologie des Archipels. Im zugehörigen Museum werden Funde und Erklärungen präsentiert, damit die Besucher die geologischen Ablagerungen mit den ausgestellten Tieren und menschlichen Spuren verknüpfen können. Besonders eindrücklich ist der Übergang von den Fossilien zu den jüngeren Hinweisen auf Menschen: Beide stammen aus demselben Höhlensystem, gehören aber unterschiedlichen Zeitstufen an.

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Höhlenweg und Museum

Die Sammlung ist in Ausstellungsräumen untergebracht, die unterschiedliche Aspekte der Fundstätte vermitteln. Der Joseph Baldacchino Hall bewahrt eine historische Präsentationsweise; der George Zammit Maempel Hall zeigt die historischen Aspekte der Fundstätte. So bleibt das Museum nicht bloß ein Vorraum zur Höhle, sondern ein eigener Teil des Besuchs.

Der zugängliche Weg führt nur etwa 50 Meter in den insgesamt 144 Meter langen Hohlraum. Der Innenbereich ist niedrig und kann rutschig sein; deshalb bleibt der weitere Verlauf für Besucher geschlossen. Diese Begrenzung schützt sowohl Menschen als auch die sensible Höhlenumgebung und gehört zur realistischen Erwartung an den Besuch. Das Museum ergänzt den kurzen Höhlenabschnitt mit Sammlungsstücken und Erläuterungen. Ein Teil des Geländes ist zugänglich, die Anlage ist jedoch nicht vollständig barrierefrei. Wer auf stufenlose Wege angewiesen ist, sollte daher nicht von einer durchgehend barrierefreien Besichtigung ausgehen.

Għar Dalam im Süden Maltas

Die Fundstätte liegt nahe Birżebbuġa. Die Übersicht der Sehenswürdigkeiten Maltas bietet den größeren Rahmen. Unter den Museen auf Malta steht Għar Dalam für Naturgeschichte und frühe Besiedlung. Als weiterer Ausflug im Süden liegt auch die Blue Grotto bei Wied iż-Żurrieq in einer ganz anderen Landschaft. Die Tempelstätten Maltas führen wiederum zu späteren prähistorischen Monumenten.