Luqa: Pfarrkirche St Andrew und der Wandel des Flughafens
Luqa ist durch zwei Entwicklungen geprägt, deren Zeiträume sich deutlich unterscheiden: die lange Geschichte der Pfarrkirche St Andrew und Maltas zivile Luftfahrt seit den 1920er-Jahren. Im 20. Jahrhundert veränderten Krieg und Flughafeninfrastruktur den Ort besonders stark.
Die Pfarrkirche St Andrew
Eine Kapelle zu Ehren des heiligen Andreas bestand bereits 1497. Zwischen 1539 und 1542 entstand an ihrer Stelle eine Kirche. Zur Pfarrei wurde sie am 15. Juni 1634 erhoben. In den folgenden Jahrzehnten wurde ein neuer Kirchenbau errichtet, der 1686 fertiggestellt wurde. Eine neue Chorpartie und Fassade mit zwei Glockentürmen folgten zwischen 1693 und 1737; die Kirche wurde am 7. Dezember 1783 geweiht. Zwischen 1901 und 1910 kamen Seitenschiffe hinzu.
Am 9. April 1942 zerstörten Bomben die Kirche. Der Wiederaufbau erfolgte zwischen 1945 und 1954. Die erneuerte Kirche wurde am 26. September 1962 erneut geweiht. Ihre Baugeschichte reicht damit von der Kapelle des späten 15. Jahrhunderts über mehrere Erweiterungen bis zur Wiederherstellung nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs.
Vom Flugfeld zum internationalen Flughafen
Zivile Flugbewegungen begannen auf Malta in den 1920er-Jahren. Die ersten zivilen Flugfelder lagen in Ta’ Qali und Ħal Far; nach den schweren Kriegsschäden wurden zivile Operationen auf Luqa konzentriert. Das neue Passagierterminal öffnete am 31. März 1958. Das zweistöckige Gebäude verfügte über ein Restaurant, eine Post und eine Aussichtsterrasse. 1977 entstand eine längere Startbahn; zugleich wurde das Terminal erweitert und umgebaut. Dabei kamen Lounges für Ankünfte und VIP-Gäste hinzu.
1987 beschloss die neue Regierung einen Ersatz, weil das Terminal als überholt galt. Der Grundstein für den Neubau wurde im September 1989 gelegt. Das heutige Terminal wurde 1992 eröffnet und nahm am 25. März desselben Jahres den vollständigen Betrieb auf. Damit endete die Nutzung des alten Luqa-Terminals.
Orte im Süden Maltas
Luqa liegt im südlichen Inselraum der Insel Malta, nahe Gudja, Paola und Żejtun. Im selben Raum liegt Tarxien mit seiner prähistorischen Tempelanlage.