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Mellieħa Bay und Għadira: Strand und Feuchtgebiet

An Maltas Nordküste liegen Mellieħa Bay und das Għadira-Naturschutzgebiet nahe beieinander, erfüllen aber verschiedene Funktionen. Die Bucht ist ein Strandziel; das sieben Hektar große Għadira umfasst einen Brackwassersee und Salzmarsch. Das Reservat bietet einen eigenständigen Lebensraum unmittelbar neben der Küste.

Ein seltenes Feuchtgebiet

Għadira gehört zu den wenigen dauerhaften Binnengewässern im trockenen Klima Maltas. See und Salzmarsch bieten Zugvögeln Rast- und Nahrungsflächen. Jährlich werden im Schutzgebiet etwa 140 wandernde Vogelarten beobachtet. Rotschenkel, Strandläufer und Reiher nutzen das Feuchtgebiet; Strandnarzissen und Strandflieder wachsen im Küstenraum.

Għadira ist Vogelschutzgebiet, Ramsar-Standort und besonderes Schutzgebiet im europäischen Natura-2000-Netzwerk. Im Frühjahr brüten dort Stelzenläufer und Flussregenpfeifer. Das Reservat ergänzt damit die benachbarte Bucht um einen geschützten Lebensraum mit offenen Wasserflächen und Salzmarsch.

Von der Saline zum Schutzgebiet

Das Gebiet wurde über Jahrhunderte als Saline genutzt. Als im 16. Jahrhundert neue Salinen bei Salina entstanden, ging diese Nutzung zurück. Das Gelände verschlammte; durch den Straßenbau wurde es vom Strand getrennt, während saisonale Tümpel zusätzliche Wasserflächen bildeten.

In den 1960er-Jahren drohte ein geplantes Straßenprojekt, das Feuchtgebiet weitgehend zu zerstören. BirdLife protestierte gegen die Pläne. 1978 wurde Għadira zum Vogelschutzgebiet erklärt. Zwei Jahre später übernahm die Regierung den Plan zur Wiederherstellung von See und Salzmarsch und zur Einrichtung eines Naturreservats.

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Bucht, Strand und Naturreservat

Die Lagune unterscheidet sich vom Strand von Mellieħa. Mellieħa Bay gehört zu Maltas Sandstränden; unmittelbar daneben schützt Għadira Brackwasser und Salzmarsch. Bei einem Badeurlaub auf Malta und Gozo lassen sich der Strand von Mellieħa und das benachbarte Għadira als unterschiedliche Küstenziele verbinden.

Ansässige Teichhühner sind an den Wasserflächen zu sehen. Zwei Fotobeobachtungsstände eröffnen unterschiedliche Einblicke: Einer blickt auf das Reservoir, der andere auf einen kleinen Süßwasserteich im Tamariskenhain. Das Reservat ist von September bis Mai geöffnet; dort gilt Rauchverbot und Haustiere sind nicht erlaubt. An der Haltestelle Għadira halten die Buslinien 37, 41, 42, 221, 222 und X1.