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Anton Buttigiegs Imperial-Schreibmaschine

Ein konkret dokumentiertes Schreibmaschinenobjekt aus Malta ist die tragbare Imperial von Anton Buttigieg. Heritage Malta datiert sie in die 1930er-Jahre und ordnet sie der nationalen ethnografischen Sammlung im Inquisitorenpalast in Birgu zu. Die Maschine verbindet Technikgeschichte mit einer Biografie aus Literatur und öffentlichem Leben: Buttigieg schrieb damit sowohl juristische Dokumente als auch Gedichte.

Eine tragbare Imperial aus den 1930er-Jahren

Die Maschine wurde vom englischen Unternehmen Imperial hergestellt und nach Malta importiert. Verkauft wurde sie vom Typewriter Service Store in der damaligen Strada Rjali in Valletta. Anders als eine große Büromaschine war dieses Modell für den Transport in einem hölzernen Koffer bestimmt. Anton Buttigieg nutzte das Gerät nach dem Bericht von Heritage Malta meist in seinem Arbeitszimmer zu Hause und gelegentlich auch auf einem Schreibtisch im Schlafzimmer.

Die Tastatur besitzt rechts die maltesischen Buchstaben Ċ, Ż, Ħ und Ġ. Diese Tasten machen sichtbar, dass Schreibmaschinen für unterschiedliche Sprachräume angepasst wurden. Die konkrete Ausstattung erzählt damit zugleich von Sprache, Handel und technischer Anpassung auf den Inseln.

Anton Buttigieg: Dichter, Jurist und Staatspräsident

Anton Buttigieg nutzte dieselbe Imperial über viele Jahre. Laut dem Bericht seines Sohnes John schrieb er zunächst Gedichte mit der Feder, sammelte die Blätter und tippte die Texte anschließend mit dieser Maschine ab. Auch juristische Dokumente entstanden darauf. Buttigiegs Lebensweg umfasste die Arbeit als Rechtsanwalt, ein politisches Mandat und das Amt des Präsidenten der Republik; zugleich blieb das Schreiben von Gedichten ein wesentlicher Teil seines öffentlichen Wirkens.

Der Bericht verbindet das Objekt auch mit einer politischen Episode: Buttigieg reiste in den 1960er-Jahren nach New York, um vor Delegierten der Vereinten Nationen für Maltas Unabhängigkeit zu sprechen. Nach seiner Rückkehr verfasste er einen längeren Bericht, der ebenfalls auf dieser Maschine abgetippt wurde.

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Vom Familienbesitz in die nationale Sammlung

Nach Anton Buttigiegs Tod übergab sein Sohn John die Schreibmaschine an Heritage Malta. Die Institution verzeichnet sie als Teil der nationalen ethnografischen Sammlung im Inquisitorenpalast. Dieser liegt in Birgu und beherbergt das National Museum of Ethnography in einem historischen Gebäudekomplex. Die Maschine lässt sich deshalb in den Kontext von Maltas Alltags-, Sprach- und Kulturgeschichte einordnen.

Wer weitere kulturelle Orte vergleichen möchte, findet den Überblick zu Museen auf Malta. Der lokale Zusammenhang führt zu Birgu und Vittoriosa; den politischen Zeitrahmen ordnet die Seite zur Geschichte Maltas ein.