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Cospicua / Bormla – Stadt hinter den Linien

Cospicua, auf Maltesisch Bormla, liegt landeinwärts hinter den Hafenhalbinseln Birgu und Senglea. Die Santa Margherita Lines fassen den älteren Stadtkern, während die weiter außen geführten Cottonera Lines einen breiten Verteidigungsring bilden. Tore und Mauerzüge verbinden die Stadt mit der Befestigungslandschaft am südlichen Grand Harbour.

Treppenanlage mit Kriegsopferdenkmal unterhalb der Pfarrkirche von Cospicua. Treppenanlage mit Kriegsopferdenkmal unterhalb der Pfarrkirche von Cospicua. Foto: Frank Vincentz / CC BY-SA 3.0; Größenanpassung.

Santa Margherita Lines und Cottonera Lines

Die Santa Margherita Lines, auch Firenzuola Lines genannt, wurden zwischen 1638 und 1736 angelegt. Ihr Name erinnert an Fra Vincenzo Maculano de Firenzuola, der die Befestigungslinie vorgeschlagen hatte. Ein Angriff auf nahe gelegene Orte gab Anlass, Cospicuas Verteidigung auf höherem Gelände zu verstärken. Die Mauern sollten zugleich Senglea und Birgu schützen. Ab 1670 entstand die Cottonera-Linie, benannt nach Großmeister Nicolas Cotoner. Sie wurde bis 1720 nicht vollständig nach dem ursprünglichen Plan fertiggestellt; unter britischer Herrschaft kamen weitere Anlagen hinzu. Die gestaffelten Linien veranschaulichen, wie die Verteidigung des Hafens auf die umgebenden Städte ausgeweitet wurde.

St. Helen’s Gate als barocker Zugang

St. Helen’s Gate bildet einen markanten Zugang durch die Santa Margherita Lines. François Mondion entwarf das barocke Bauwerk in den 1730er Jahren. Der ursprüngliche Zugang führte über eine Zugbrücke über den Graben; die reich gestaltete Front mit Wappen und steinernen Mörsern verbindet repräsentative Architektur mit der kontrollierten Passage durch die Mauer.

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Windmühlen und städtische Versorgung

Zwei Windmühlen aus dem Jahr 1674 gehören zu den baulichen Besonderheiten Cospicuas. St Margaret’s windmill und die Mühle San Ġwann t’Għuxa entstanden als Teil der von den Cottoner-Brüdern errichteten Anlagen. St Margaret’s windmill blieb bis ins frühe 20. Jahrhundert in Betrieb. Die beiden Mühlen verweisen damit auf eine wirtschaftliche Alltagsseite der befestigten Stadt und ergänzen die repräsentativen Tore und Mauern um Einrichtungen der Versorgung.

Cospicua im Zusammenhang der Three Cities

St. Helen’s Gate und die Santa Margherita Lines zeigen die innere Landfront Cospicuas; die weiter außen gelegenen Cottonera Lines erweitern den Blick auf die Befestigung des Hinterlands. Im Vergleich zu Birgus Spitze und Sengleas schmaler Halbinsel prägen in Cospicua Tore, Windmühlen und der Stadtraum zwischen den Mauerringen das Bild. Die befestigte Landfront liegt landeinwärts hinter den Halbinseln von Birgu und Senglea; ihre äußeren Linien begrenzen den Zugang von der Landseite. Die Cottonera Lines gehören zu den großen Festungen Maltas. Cospicua liegt am südlichen Grand Harbour, gegenüber der Hafenseite von Valletta.