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Gżira – Hafenfront, Manoel Island und Stadtalltag

Gżira liegt am Ufer des Marsamxett Harbour gegenüber von Valletta und Manoel Island; Sliema und Ta’ Xbiex schließen an die Uferzone an. Der Ortsname geht auf die Insel mitten im Hafen zurück, die nach Großmeister Manoel de Vilhena benannt wurde. Gżira entwickelte sich vor allem im 19. Jahrhundert zu einer Wohnsiedlung und ist heute eine moderne Ortschaft mit dichter Bebauung. Zwischen der Uferpromenade und dem Inselufer liegen jedoch Spuren älterer Geschichte, die den Blick über die Bucht hinausführen.

Arkaden des Lazaretts auf Manoel Island am Wasser, Aufnahme von 2008 Historische Aufnahme des Lazaretts auf Manoel Island in Gżira (2008); für die Webauslieferung verkleinert. Foto: John Haslam / Flickr, CC BY 2.0 · verkleinert

Vom ersten Häuserkern zur Stadt am Hafen

Chevalier Jacob Tagliaferro ließ Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten Häuser Gżiras errichten; weitere Bewohner folgten. Im alten Ortskern sind Häuser mit charakteristischen kleinen Balkonen erhalten. Spätere Bevölkerungszunahme brachte moderne Gebäude in die Gemeinde. Dadurch stehen in Gżira unterschiedliche Stadtbilder nebeneinander: ältere Wohnhäuser, neuere Mehrfamilienhäuser und eine Hafenfront, die auf Valletta und Manoel Island ausgerichtet ist. Hafenwege, Wohnstraßen und die Insel im Gegenüber prägen den Ortsalltag.

Manoel Island und die Geschichte des Lazaretts

Manoel Island hieß zunächst Bishop’s Islet, da das Land dem Bischof von Malta gehörte. 1570 war die Insel in den Besitz des Domkapitels von Mdina gelangt. 1643 übernahm der Johanniterorden das Gebiet, um dort ein dauerhaftes Quarantänekrankenhaus einzurichten. Ein früheres Lazarett aus Holzhütten war während einer Pestepidemie 1592 errichtet und nach dem Ende des Ausbruchs wieder abgetragen worden. Das spätere Lazarett wurde erweitert und mit Lagergebäuden ergänzt, um Schiffe, Reisende und Waren während der Quarantänezeit getrennt unterzubringen. Diese Funktion gehört zu einer Geschichte des Hafens, die neben Handel und Verteidigung auch Gesundheitskontrollen umfasste.

Das Lazarett ist älter als Fort Manoel. Das Fort entstand im 18. Jahrhundert und nimmt den größten Teil der flachen, blattförmigen Insel ein. Großmeister Manoel de Vilhena finanzierte die Anlage, nach der die Insel schließlich benannt wurde. Der Grundriss mit vier Eckbastionen, Ravelin und Glacis zeigt die Prinzipien der zeitgenössischen Festungsarchitektur. Manoel Island liegt dem Ufer Gżiras gegenüber mitten im Marsamxett Harbour.

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Eine Hafenfront mit eigener Identität

Der Blick auf Manoel Island macht Gżiras Uferlage lesbar. Die Gemeinde zieht sich entlang des Marsamxett Harbour, während die Insel gegenüber den zentralen Wasserraum markiert. Das Lazarett liegt an der südlichen Wasserkante des Forts und erinnert an die Rolle der Insel im Umgang mit ankommenden Schiffen. Gżiras eigene Entwicklung als Wohnort verlief unabhängig davon: Die Häuser des 19. Jahrhunderts bildeten den Kern, später ergänzten moderne Bauten das Ortsbild. Die Uferfront verbindet ältere Wohnarchitektur mit der maritimen Infrastruktur des Hafens; auf Manoel Island ergänzen Festung und Lazarett die militärische und medizinische Geschichte.

Gżira, Sliema und Valletta unterscheiden

Gżira lässt sich gut zu Fuß als Hafenort erkunden, doch die Nachbarschaft verändert sich rasch. Sliema ergänzt das benachbarte Ufer um eine eigene Küstenpromenade und Stadtquartiere. Auf der gegenüberliegenden Seite des Marsamxett Harbour liegt die ummauerte Hauptstadt Valletta; Manoel Island nimmt als befestigte Hafeninsel eine eigene historische Rolle ein. So lassen sich Gżiras Ortskern, die Insel und die Hauptstadt als unterschiedliche Stationen des Hafenraums wahrnehmen.

Gżiras Lage neben Sliema und gegenüber der Hauptstadt Valletta erschließt sich im Hafenraum des Marsamxett Harbour.