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Floriana – Gärten und Bastionen vor Valletta

Floriana liegt außerhalb der Befestigungen Vallettas und wird oft als Zugang zur Hauptstadt wahrgenommen. Seine Stadtgeschichte ist in Bastionen, Gärten, Kirchen und Plätzen ablesbar. Grünräume entlang der Befestigungslinien verbinden Pflanzenbestände mit militärischer Architektur und prägen das Stadtbild zwischen Valletta und dem Inselinneren.

Festlich geschmückte St.-Publius-Kirche in Floriana Festlich geschmückte St.-Publius-Kirche in Floriana Foto: CatalinBindiu / CC BY-SA 4.0; Größenanpassung.

Eine Stadt vor den Toren Vallettas

Die Floriana Lines wurden im 17. Jahrhundert als Teil der Verteidigung Vallettas angelegt. Militäringenieur Pietro Paolo Floriani entwarf die Anlage zwischen 1622 und 1636. Bastionen, Kurtinen, Außenwerke und Gräben strukturieren bis heute große Teile des Stadtgebiets. Der Name Floriana erinnert an den Ingenieur, zugleich ist die Anlage ein Beispiel dafür, wie eine befestigte Hauptstadt durch vorgelagerte Linien geschützt wurde. Die Stadt entwickelte sich innerhalb und entlang dieser Verteidigungszone; Plätze und Grünräume entstanden dort, wo das Gelände und die militärischen Strukturen dies ermöglichten.

Gärten zwischen Bastionen und Stadtplätzen

Argotti ist der bekannteste botanische Garten des Ortes. Der Garten wurde ursprünglich als Privatgarten für Großmeister Manuel Pinto angelegt und 1805 zum botanischen Garten. Heute umfasst er Pflanzen aus unterschiedlichen Regionen der Welt und zahlreiche Brunnen. Zu Florianas historischen Grünräumen gehören auch Sa Maison, San Filippu, die Mall und tal-Milorda. Sie wurden zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert angelegt und liegen an Bastionen oder auf den zugehörigen Glacis. So verbinden sie botanisches Interesse, historische Gartenkunst und die militärische Topografie.

Die Mall ist als baumbestandene Promenade ein weiterer wichtiger Stadtraum. Anders als ein geschlossener Garten verknüpft sie Bewegung durch die Stadt mit Aufenthaltsbereichen. Sa Maison Gardens und die Herbert Ganado Gardens ergänzen das Netz kleinerer und größerer Grünflächen. Jeder Garten ist anders in die Umgebung eingebettet: Manche folgen den Linien der Bastionen, andere liegen als ruhige Innenräume zwischen Straßen und Wohngebieten. Gemeinsam machen sie sichtbar, wie die einstige Militärstadt auch als grüne Stadterweiterung Vallettas gelesen werden kann.

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Architektur, Religion und Erinnerung

Floriana bewahrt Kirchen und Denkmäler aus der Zeit der Johanniter bis in die Gegenwart. Die Kapuzinerkirche mit ihrem Garten erinnert an die Präsenz des Ordens seit 1588. Das Christ the King Monument, ein Werk des Bildhauers Antonio Sciortino, entstand im Zusammenhang mit dem Internationalen Eucharistischen Kongress von 1913. Diese Stationen erlauben einen Rundgang, der nicht nur die Grenze zu Valletta verfolgt, sondern auch Florianas eigene sakrale und bürgerliche Orte einbezieht.

Floriana als eigenständiger Rundgang

Vom City Gate führen Straßen durch Floriana zu zentralen Plätzen und Kirchen. Das Christ the King Monument und die Kapuzinerkirche stehen für bürgerliche und religiöse Baugeschichte.

Die Floriana Lines bilden Vallettas äußeren Verteidigungsring und verlaufen außerhalb der eigenen Stadtmauern durch Floriana. Vallettas Landfront mit dem City Gate bleibt davon als eigene Befestigungslinie unterscheidbar. Die Befestigungen Vallettas, Argotti und Maltas historische Gärten sowie die Floriana Lines zeigen diese unterschiedlichen Teile der Stadtgeschichte.