Portomaso Business Tower: modernes Hochhaus in St Julian’s
Der Portomaso Business Tower steht an der Vjal Portomaso in St Julian’s auf Malta. Das Bürohochhaus wurde 2000 fertiggestellt und 2001 eröffnet. Der Council on Vertical Urbanism nennt 97,5 Meter Höhe und 23 Geschosse; damit gehört der Turm zu den markanten Hochbauten an Maltas Küste.
Der hohe Portomaso Business Tower über den Gebäuden und Palmen von St Julian’s.
Foto: Frank Vincentz / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Entwurf, Maßstab und Funktion
DeMicoli & Associates entwarfen den Turm, die Tumas Group entwickelte ihn. Der Turm dient als Bürogebäude. Die Projektbeschreibung des Entwicklers nennt außerdem eine rund um die Uhr besetzte Rezeption und eine Tiefgarage. Der Business Tower ist Teil des größeren Portomaso-Komplexes mit Hotel- und Marina-Nutzungen.
Mit seiner Höhe setzt der Turm einen vertikalen Bezugspunkt neben die niedrigeren Gebäude des Umfelds. Seine Bürofunktion unterscheidet sich von den Hotel- und Marina-Nutzungen des Gesamtkomplexes, sodass am selben Küstenstandort unterschiedliche Funktionen zusammenkommen.
Ein frühes maltesisches Hochhaus
Bencini & Associates bezeichnet den Portomaso Tower als Maltas erstes richtiges Hochhaus. Das Büro sieht die späteren Pender- und Mercury-Tower-Projekte als Teil der Entwicklung einer ersten maltesischen Hochhaussilhouette. Portomaso steht in dieser Einordnung am Anfang einer Veränderung der Bauform: Zu den niedrigeren Stadtbildern der Hauptinsel trat in St Julian’s ein deutlich höherer Büroturm.
Bencini verknüpft die Bedeutung solcher Hochhäuser mit Maltas hoher Bevölkerungsdichte und anhaltender Bautätigkeit. Das Architekturbüro sieht Hochhäuser an geeigneten Standorten als Möglichkeit, weiteren Flächenverbrauch zu begrenzen und zugleich höherwertige Entwicklungen zu ermöglichen. Diese städtebauliche Position erklärt, warum Portomaso in der maltesischen Hochhausgeschichte als früher Bezugspunkt gilt.
Portomaso im Küstenbild
Der Standort verbindet den Geschäftsturm mit einem Küstenkomplex, dessen Marina- und Hotelnutzung sich von Vallettas historischer Bebauung unterscheidet. In Sliema prägen Promenade und Fährverbindungen den nahen Stadtraum; Vallettas Bastionen und Kalksteinfassaden zeigen eine ältere, steinerne Stadtgestalt. Zusammen geben diese Orte einen Eindruck davon, wie unterschiedlich die gebaute Küste der Hauptinsel ausfällt.
Eine frühere Projektbeschreibung der Tumas Group sah die Laguna als niedrig gehaltene Wohn-Erweiterung des Portomaso-Komplexes mit einer schwimmbaren Lagune vor. So stehen Bürohochhaus und Wohnanlage als unterschiedliche Gebäudetypen nebeneinander.